Assesong – Das Video

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Assesong

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…oder dahin, wo keiner mehr wohnt?

Braunschweiger Jungs-Band würde Atommüll am liebsten auf den Mond schießen und hat ein Lied darüber geschrieben.

Wohin mit Atommüll? Wie sicher ist eine Lagerung wirklich? Was machen mit den gelben Fässern, deren hochgiftiger Inhalt länger strahlt als ein Mensch sich vorzustellen vermag?

Genau diese Fragen beschäftigten den damals 9-jährigen Schlagzeuger Anjo Becker, als er 2009 einen Songtext zu diesem Thema schrieb.

Er hat allen Grund dazu, liegt doch sein Zuhause etwa 10 km entfernt vom niedersächsischen Atommüllendlager Asse, wo ca. 129 000 Tonnen radioaktiver Müll lagern. Der einstige Salzstock, der die Fässer mit dem Giftmüll möglichst für immer einschließen sollte, ist akut einsturzgefährdet. Was als Endlager für alle Ewigkeit gedacht war, ist nun nach 40 Jahren überholt.

Was soll mit den lagernden Fässern werden? Wieder herausholen und abtransportieren? Aber wohin? Und: Wer sitzt dann auf dem „Pulverfass Atommüll“?

Für Anjo Becker blieben diese wichtigen Fragen unbeantwortet, und so formulierte er in seinem Songtext einen vielleicht naiven, aber durchaus interessanten Lösungsansatz:

„Schießt den Atommüll auf den Mond oder dahin wo keiner mehr wohnt!“

Als Anjo Becker diese Textzeilen schrieb, ahnte er nicht, dass er sich zwei Jahre später regelmäßig mit seiner Band „ReAktion“ in einem Proberaum der Braunschweiger Musikschule „FIT IN music“  treffen würde.
Dort macht der heute Elfjährige mit Aramis David(11), Can Selke(11), Emil Richwien(12), Tim Willkop(12) und mit Hilfe des Bandcoachs Uli Lienau Musik.

„Irgendwann brachte Anjo seinen Text mit und fragte mich, ob wir daraus ein Lied machen könnten“, erzählt Uli Lienau, der so erstaunt war über die Klarheit von Anjos Worten, dass er schnell ein Songgerüst bastelte, aus dem der jetzige „Asse-Song“ entstand.

„Ich möchte sehr gerne so viele Leute wie möglich mit dem Lied erreichen, das wäre schön“, ist Anjo Beckers größter Wunsch.

Livepremiere feierte das Lied beim „FIT IN music“-Schülerkonzert und begeisterte damit nicht nur Musikschulleiter Peter Brenner. Dieser, beeindruckt davon, dass Kinder sich mit solchen Problematiken befassen, hat der Band einen Tag in einem Tonstudio spendiert, um den Song aufzunehmen.
„Das war, glaub’ ich, einer meiner besten Tage im Leben“, resümierte Sänger Emil nach dem Studioaufenthalt.

 

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